iRobot Roomba 564pet – erster Erfahrungsbericht

iRobot Roomba – die erste Stunde und wie die Tiger reagieren

Nach nur einer Stunde kann man noch nicht wirklich von einem „Erfahrungsbericht“ sprechen, aber ich will es dennoch einmal versuchen. Als eher zunächst der „erste Eindruck“ an dieser Stelle.

Das wichtigste zuerst: Er funktioniert und nimmt tatsächlich mehr Schmutz auf, als er aus den unmöglichsten Ecken und unter den Schränken hervorzaubert. Kaum zu glauben, wo man mit dem normalen Dyson Sauger überall nicht hingekommen ist. Da entwickelt sich ein gutes Team.

Unsere beiden Stubentiger haben Roomba nach anfänglicher Ablehnung auch ein klein wenig Zorn (immerhin hatte er als erste Amtshandlung einen Anschlag auf die Katzennäpfe vollzogen) nun – sagen wir mal – geduldet. Echte Freunde sehe anders aus, aber das kann sich ja noch entwickeln.

Erste Begutachtung von Roomba durch „Schwarze Maus“
– immerhin saugt und brummt Roomba hier schon!
Und noch ein wenig Skepsis, wenn Roomba Kurs
auf sie nimmt …

Das Roomba Verhalten

Nach dem Ausparken aus der Homebase ist Roomba zunächst scheinbar ziellos durch unser Esszimmer geirrt. Immerhin hat er hier schon ein ein paar Katzenhaare eingesammelt und mit seinem Luftausstoß auf der Rückseite auch die ein oder andere „Flocke“ aus dem Nichts herbei gezaubert. Nach knapp zwei Minuten hat er dann unsere Kommode gefunden und festgestellt, dass er dort prima drunter passt. Es scheint ihm sehr gut dort gefallen zu haben, denn er war mindestens zwei weitere Minuten dort unten beschäftigt. Natürlich weiß ich, dass er den Schmutz nicht wirklich sehen kann, aber dort muss viel davon vorhanden sein. Jedenfalls war er komplett in Spinnweben gehüllt, die er knapp von der Unterseite des Schrankes mit seinem Oberteil mitgenommen hat. Diese Stelle scheint übrigens einen bleibenden positiven Eindruck bei ihm hinterlassen zu haben. Er hat den Ort in den kommenden 45 Minuten mehrmals aufgesucht.

Es wird schnell klar, dass er durchaus Präferenzen hat. Manche Raumschnitte gefallen ihm augenscheinlich besser als andere. Aber das wird sich sicherlich bei einem längeren Test als diesen 45 Minuten dann doch relativieren. Schön ist, dass er die Wandkanten erkennt und schön mit seinem Rotor seitlich abfährt. Alle Achtung! Hat er dann mal eine größere freie Fläche entdeckt, wird sofort das Programm gewechselt und die Fläche fast systematisch gereinigt.

Toll, er passt auch unter das Sofa. Allerdings mag er den Hochflorteppich davor noch nicht so recht. Er hat sich nur einmal kurz darauf gewagt und war nach 20 Sekunden wieder unten. Festgefahren hat er sich überhaupt nicht, vor Hindernissen wird er langsamer und bis auf wenige Hindernisse hat er alles gut erkannt. Der niedrige Türstopper ist unsichtbar für ihn, aber hier greifen dann die Berührungssensoren an den Stoßdämpfern. Dann nutzt er gleich die Gelegenheit, kreisrund um den Stopper zu reinigen. Vermutlich „denkt“ er, es wäre ein Stuhlbein.

Nach 30 Minuten hat er dann das Bad entdeckt. Auch hier – auch in den Ecken – hat er binnen zehn Minuten nahezu alles abgefahren und weitgehend gereinigt. Im Schlafzimmer passt er leider nicht unter unser Bett. Ein echtes Problem, da dort Staub mit Vorliebe gelagert sind. Jetzt, wo wir den Roomba haben, müssen wir wohl ein neues – höheres – Bett kaufen 😉

Das Reinigungsergebnis

Das Ergebnis nach nur 45 Minuten war durchaus gut. Wenn man meinen Spieltrieb und die Euphorie des ersten Tages mal abzieht, kommt immer noch ein erstaunliches Ergebnis heraus. Und es wird noch einen positiven Nebeneffekt haben: Um das Reinigungsergebnis zu optimieren, werden wir wohl zukünftig weniger Sachen im Haus rumliegen lassen. Schauen wir mal.

Was hat er nun aufgesammelt? Ich habe es natürlich nicht 45 Minuten lang ohne nachzuschauen ausgehalten. Hier das Zwischenergebnis nach knapp 15 Minuten:

Fein säuberlich nach grob und fein sortiert: Der Inhalt
des Schmutzfachs nach ca. 15 Minuten

Wie geht es nun weiter?

Nun habe ich mich – nachdem ich das Verfolgen mit der Kamera nach einer halben Stunde vorerst eingestellt habe – doch noch der Anleitung gewidmet. Wie bereits im vorigen Blogeintrag berichtet, ist diese sehr „übersichtlich“. Hier allerdings im Sinne von „dürftig“ gemeint. Aber es geht immerhin daraus hervor, wie man das gute Stück programmiert, wie man Uhrzeiten und Reinigungszeiten definiert und für welche Funktion die einzelnen Tasten gedacht sind. Und wenn ich ehrlich bin, mehr würde ich dann auch wieder nicht lesen wollen.

Morgen früh um 8:30 Uhr – dann bin ich längst im Büro – wird sich Roomba dann hoffentlich automatisch in Bewegung setzen und auf Saugreise gehen. Hoffentlich bleiben ihm die beiden Haustiger wohlgesonnen. Aber ich werde sicherlich berichten …

Posted in Erfahrungsbericht, iRobot, Navigation, Roomba, Saugleistung, Technik.

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